Blog wiederbelebt !

Schon lange habe ich hier nichts mehr gebloggt.

Nun möchte ich diesen Blog wiederbeleben mit anderen Themen als zuvor.

Hier werden nun in unregelmäßiger Folge interessante Arbeitspapiere aus der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung vorgestellt aber nicht rezensiert oder wissenschaftlich ausgewertet.
Der Schwerpunkt liegt auf den Arbeitspapieren des renommierten NBER ( National Bureau of Economic Research ), Cambridge, Massachusetts, USA.

 

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Ist Social Media Marketing unnütz für Bibliotheken?

Wir Bibliothekarinnen und Bibliothekare sind gerade dabei uns kräftig in den Sozialen Netzen zu tummeln. Wir erstellen Blogs, haben ein Twitter- und Facebook-Account für unsere Bibliothek und posten was das Zeug hält.
Nun schüttet der Wirtschaftsblogger der Financial Times Tim Harford uns Wasser in den köstlichen Wein des Web 2.0.

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Unternehmen zahlen nichts für WiWi-Literatur – Warum?

Viele Wirtschaftsbibliothekarinnen und -bibliothekare fragen sich, warum können wir eigentlich an Unternehmen keine wirtschaftswissenschaftliche Informationen und Literatur verkaufen? Bei technischen (Patenten) und naturwissenschaftlichen Informationen klappt es doch auch?
Für Patentinformationen oder wichtige naturwissenschaftliche Ergebnisse sind Unternehmen bereit viel Geld zu bezahlen.

Die Antwort wurde in diesem Blog schon in älteren Artikeln (Berichte zum Bibliothekartag) gegeben, Unternehmen sind nicht bereit für WiWi-Informationen was zu bezahlen, da sie keine Wirtschaftsforschung betreiben.
Aber warum machen Unternehmen keine Wirtschaftsforschung?
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Werke von Wirtschaftswissenschaftler gemeinfrei hinzugekommen.

Seit 1.1.2010 gibt es für viele 1939 verstorbenene Autorinnen und Autoren kein Urheberrechtsschutz mehr, da 70 Jahre nach dem Tod das Urheberrecht erlischt und die Werke gemeinfrei werden.

Der Infobib-Blog macht auf ein Telepolis-Artikel aufmerksam und gibt Suchtipps wie man/frau neu hinzugekommene gemeinfreie Autoren auf Wikipedia findet mit Hilfe der Suchmaschine Google

In der deutschsprachigen Wikipedia findet man / frau mit folgender Suchanfrage die Wirtschaftswissenschaftler die 1939 verstorben sind. Darunter ist u.a. Prof. Bernhard Harms, der Gründer des Kieler Instituts für Weltwirtschaft.
In der englischsprachigen Wikipedia geht es einigermaßen mit dieser verlinkten Suchanfrage.

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Wissenschaftliche Journals bald out und Bücher für die Ewigkeit?

Zur Weihnachtszeit bin ich auf zwei voneinander unabhängige sehr interessante Blogbeiträge gestossen.

Im RePEc Blog (ein Portal für wirtschaftswissenschaftliche Arbeitspapiere) diskutiert einer der RePEc-Verantwortlichen unter dem Titel „Why Journals?“, ob wir überhaupt noch wirtschaftswissenschaftliche Fachzeitschriften brauchen.
Sein Ergebnis: Nein, sie werden bald aussterben, denn ihre frühere Funktion als Qualitätssignal wird von Portalen wie RePEc bestens ersetzt für:

  • Forscher: wegen der Spezialisierung werden von den einzelnen Wissenschaftler 90 % der Artikel gar nicht gelesen, da sie nicht das eigene Spezialgebiet betreffen. Außerdem möchten die Forscher frei sein in der Auswahl der Artikel, die sie lesen und nicht abhängig von Experten, die in einem Referee-Prozess entscheiden was in der Zeitschrift veröffentlicht wird oder nicht. Hinzu kommt, dass es Beispiele dafür gibt, dass die „Referees“ einen Artikel durch ihre Vorschläge eher verschlimmbessert haben oder gute Artikel aus ideologischen Gründen abgelehnt haben.
    Auch erhöht nach den Erfahrungen des RePEc-Autors eine Publikation in einer Zeitschrift nicht die Anzahl der Zitationen. Im Gegenteil werde viel stärker die elektronische Vorabveröffentlichung von den Kolleginnen und Kollegen zitiert. Die Forscher haben also keine Vorteile davon, dass das Publikationsmodell wissenschaftliche Fachzeitschrift fortgeführt wird.
  • Berufungskommissionen: Die Anzahl der Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften nehmen oft Berufungskommissionen als Kriterium für ihre Entscheidung  jemanden auf einen Lehrstuhl zu berufen oder nicht. Aber dies – so der RePEc-Autor – wären ignoranten Kommissionen, wenn sie die elektronischen Veröffentlichungen und deren  Zitationen völlig außer Acht lassen würden, denn auch hier gelten die unter „Forscher“ angegebenen Argumente. Die Anzahl der Zitationen eines Papers sei ein viel besserer Indikator als sich an Journal-Rankings zu orientieren.
  • Bibliotheken: Für Bibliothekare sind Journal-Rankings eine Entscheidungshilfe bei den Beschaffungsentscheidungen. Die sei aber – so die Ansicht des RePEc-Autors – kein Grund nur deswegen wissenschaftliche Fachzeitschriften am Leben zu erhalten. Im Gegenteil ohne Journals hätten die Bibliothekare kein Entscheidungsproblem und könnten sich auf die Auswahl von Büchern konzentrieren und effizienter arbeiten.

Gegen Ende seines Artikels schreibt der RePEc-Autor dann:

„Imagine we had no economics journals. What would happen? Presumably people would write more books. I would consider this an advantage, as knowledge is much too fragmented at the moment.“

Mehr Bücher statt Journals, dies bringt mich zu dem anderen Blogartikel in netbib, der auf einen interessanten Artikel (bzw. Vorabdruck eines  Buchbeitrages) von Robert Darnton in Telepolis bei heise aufmerksam macht. Darnton stimmt dort ein Loblied auf das gedruckte Buch und die gute alte Bibliothek an. Insbesondere kritisiert er das Massendigitalisierungsprojekt von Google Books und zeigt hier Mängel und mögliche Fehlerquellen auf, die auch für andere Massendigitalisierungsprojekte Gültigkeit haben, die er in acht Punkten abhandelt:

  1. Google Books wird niemals alle Bücher digitalisieren können, selbst wenn es 90 % wären, könnten die verbleibenden 10 % von Bedeutung sein.
  2. Google wird nicht mal alle Bücher der USA schaffen, da es zwischen den Beständen der Bibliotheken, mit denen Google Verträge abgeschlossen hat, Überschneidungen gibt.
  3. Auch ist das Copyright-Problem für Google Books immer noch nicht abschliessend geklärt. Außerdem kommen jedes Jahr in den USA 200.000 Bücher hinzu, wie soll Google da Schritt halten?
  4. Unternehmen können Pleite gehen – auch Google – wissenschaftliche Biliotheken überdauern Jahrhunderte.
  5. Auch Google wird Fehler machen. Seiten werden übersehen oder in schlechter Qualität digitalisiert trotz strengster Qualitätskontrollen.
  6. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Kopien von Google die Zeit überdauern. Die Technik könnte eines Tages überholt und die Dokumente nicht mehr lesbar sein. Nichts speichert langfristig besser und kostengünstiger als Druckerschwärze auf Papier.
  7. Welche Ausgabe (z. Bsp. von Shakespeare) wird digitalisiert. Es besteht die Gefahr, dass nur die von Google digitalisierte Ausgabe eines Werkes wahrgenommen wird und andere nicht und selbst wenn Google alle Ausgaben digitalisieren sollte, welche davon wird in der Trefferliste von Google und nach welchen Kriterien nach oben gerankt? Google beschäftigt offenbar tausende Ingenieure aber keinen einzigen Bibliographen – meint Darnton.
  8. Selbst wenn das digitale Bild eines Werke exakt wiedergegeben wird, wird die Haptik und die besonderen Merkmale eines Buches (insbesondere von älteren Werken) verlorengehen.

Darnton´s Fazit: Das gedruckte Buch ist nach wie vor das beste Langzeitarchivierungsmedium und jederzeit sofort ohne technische Hilfsmittel nutzbar und daher werde auch die gute alte Bibliothek noch gebraucht.

auf einen interessanten Artikel aufmerksam http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31742/1.html

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Branchenanalyse mit Google Domestic Trend

Googles Luxusgüterindex

Googles Luxusgüterindex

Im offiziellen Google Blog berichtet der Chefökonom von Google Hal Varian über den für Ökonomen interessanten Dienst „Google Domestic Trend“ mit dem es möglich ist die Suchanfragen bei Google für Branchenanalysen zu nutzen.

Als Beispiel gibt Hal Varian den Google Luxusgüterindex an, der Anfragen nach Luxusgütern zusammenfasst.  Bei diesem Index ist deutlich erkennbar, dass es immer vor Weihnachten ein starken Anstieg gibt und seit der Finanzkrise die Anfragen insgesamt zurückgegangen sind (siehe Grafik oben).

Die Trends kann man anderen Zeitreihen (z. Bsp. Dow Jones Index) gegenüberstellen und sie sogar in eine Excel Datei herunterladen, um eigenen Berechnungen durchzuführen.

Negativ fällt auf, dass die eigene Branchen in der Google sitzt oder auch kräftig reindrängt, nämlich die Medien- und elektronische Unterhaltungsindustrie völlig fehlt. Ist das Geheimhaltungspolitik von Google oder bin ich nur paranoid wie alle anderen Blogger die Googles Dienste kritisieren?

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Neuer BLOG für WirtschaftswissenschaftlerInnen !

Screenshotvom Blog wiwi-werkbank

Screenshotvom Blog wiwi-werkbank

In der Mailingliste wirtheke hat Max-Michael Wannags von der ZBW einen neuen Blog namens wiwi-werkbank vorgestellt.
Die ZBW will hier regelmäßig Literaturzusammenstellungen und andere Werkzusammenstellungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen vorstellen.
So findet man/frau dort zum Beispiel eine Literaturzusammenstellung zum Vollbeschäftigungsplan (Deutschland-Plan) von Kanzlerkandidat Steinmeier.
Rechts von den Artikeln finden sich interessante Blogrolls und RSS-Feeds, wie beispielsweise der Feed vom Project Syndicate in dem der bekannte US-Ökonom Jeffrey D. Sachs ein Jahr nach der Finanzkrise fordert, dass die öffentlichen Gelder zur Konjunkturankurbelung dazu genutzt werde einen ökologischen Strukturwandel herbeizuführen durch verstärkte Investitionen in Technologien und Produkte zur dauerhaften Entwicklung.

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