Ist Social Media Marketing unnütz für Bibliotheken?

Wir Bibliothekarinnen und Bibliothekare sind gerade dabei uns kräftig in den Sozialen Netzen zu tummeln. Wir erstellen Blogs, haben ein Twitter- und Facebook-Account für unsere Bibliothek und posten was das Zeug hält.
Nun schüttet der Wirtschaftsblogger der Financial Times Tim Harford uns Wasser in den köstlichen Wein des Web 2.0.


In einem Artikel „Why social marketing doesn’t work“ zitierte er eine Forschungsstudie aus der Forschungsabteilung Yahoo! research mit dem Titel „Everyone’s an Influencer: Quantifying Influence on Twitter“. Die Autoren untersuchen „Twitterkaskaden“ von 1,6 Millionen Twitter-Nutzern die 76 Millionen Tweets getwittert haben. Dabei verstehen sie unter einer Twitterkaskaden wie oft ein Tweet weitergetwittert (retweet) wurde über mehrer Nutzerinnen und Nutzer.
Das ernüchternde Ergebnis 90% der Twittereinträge wurde gar nicht retweeted und von den verbliebenen wurden die meisten nur von direkte Followern weitergeleitet, d.h. richtige Kaskaden sind kaum entstanden.

Sind unsere Bemühungen in jüngster Zeit alle umsonst?
Die Antwort ist nein und in den Comments zu Tim Harfords Blogbeitrag bekommt er und die von ihm zitierte Studie auch viel Kritik:
– Social Media Marketing ist ein neuer Marketingkanal unter anderen und er braucht Zeit sich zu entwickeln
– Social Media Marketing ist relativ billig im Vergleich zu konventioneller Werbung
– Social Media Marketing ist ein Muß, denn sonst tut es die Community mit Negativwerbung (Beschwerden)
usw. usw.
Selbst wenn man die Studie ernst nimmt, kann man aus ihr auch eine Empfehlung ableiten.
Die meisten Retweets und Kaskaden entstanden bei Tweets von namhaften Twitteren mit sehr vielen Followern, d.h. man sollte sich eine bekannten Social Media und Community Manager holen, wie dies zum Beispiel die ZBW getan hat, die den ehemaligen Chefredakteur vom Blog Basic Thinking André Vatter eingestellt hat.

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Eine Antwort zu “Ist Social Media Marketing unnütz für Bibliotheken?

  1. Pingback: Bibliotheken und Social Media: “Keiner will mit mir spielen, die anderen Kinder sind alle doof.”

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