Was können wir von Firmenbibliotheken lernen? – Fazit

Das was wir (UB´s und wissenschaftliche Bibliotheken) von Firmenbibliotheken lernen können hat wie bei einer Medaille zwei Seiten:
Zum einen können wir lernen von der schlanken und effizienten Organisation der I&D-Stellen von Großunternehmen sowie deren konsequente Kundenorientierung. Angesichts bevorstehender Haushaltsengpässe (wegen Folgen der Wirtschaftskrise) werden wir vermutlich deren strikte Kosten- und Nutzen-Abwägungen übernehmen müssen, d.h. alles muss regelmäßig auf den Prüfstand ob es noch beschafft bzw. angeboten werden kann.

Zum anderen dürfen wir nicht vergessen, dass wir einen ÖFFENTLICHEN AUFTRAG haben, d.h. von uns wird erwartet, dass wir eben auch das anbieten, was Unternehmen mit strikten Gewinn- bzw. Kostenzielen nicht mehr anbieten würden.  Heisßt dies, dass  wir dich doch nichts lernen können von Firmenbibliotheken?
Meine Antwort ist JA, ABER wir müssen nur eben unsere Zielgruppen genau definieren und unsere Stakeholder kennen.
Wenn wir als Zielgruppe nur die im Augen haben, die uns ständig mit Beschaffungswünschen aller Art überhäufen zur Befriedigung eigener Eitelkeiten und am Ende doch nur wenig davon nutzen, dann vernachlässigen wir die „schweigende Mehrheit“, die uns konstant nutzt, aber deren Wünsche wir nicht genau kennen. Wenn wir Ihnen aber auf der Grundlage eigener Nutzerforschung genau sagen was sie bei uns mit Sicherheit erwarten können – unter Berücksichtigung unsere Ressourcen – und sie sich auf uns in dieser Hinsicht verlassen können, dann werden sie uns auch als Kundinnen und Kunden treu bleiben.

Was unsere Stakeholder angeht, die ja meist auch unsere Geldgeber sind, da müssen wir einfach konstant unseren vorgegeben Auftrag erfüllen (zum Besipiel die Betreuung eines SSG)  und wenn es Zielvereinbarungen gibt,  diese bestmöglich versuchen zu erreichen.

Last but not least ist zu erwähnen, dass meine Blog-Beiträge nicht berücksichtigt haben, wie Firmen das sogenannte Web 2.0 für ihr Wissensmanagement nutzen, da dies in den besuchten Vorträgen auf dem Bibliothekartag, von denen ja hier berichtet wurde, nicht Thema war.
ABER sehr aktuell sind in der Zeitschrift Information – Wissenschaft und Praxis in der Ausgabe 60 (2009) Heft 4 einige interessante Beiträge erschienen zum Thema „Wissensmanagement mit Social Software“.

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Eingeordnet unter Firmenbibliothek, Informations- und Dokumentationsstelle, Wissenschaftliche Bibliothek

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